Expo-Kreuz

Historie

Seit 2001 steht vor dem ökumenischen Kirchencentrum Mühlenberg das gläserne „Wegekreuz der Expo 2000“. Ursprünglich als „Turm“ für den Christus-Pavillon der Expo 2000 in Hannover konzipiert, wurde das markante Kreuz 2001 zum Mühlenberg umgesetzt und dort im Oktober 2001 feierlich in einem Weih- und Dankgottesdienst unter Anwesenheit von Bischöfin Dr. Margot Käßmann für die evangelische Kirche und Bischof Dr. Josef Homeyer für die katholische Kirche den beiden Gemeinden im Kirchencentrum übergeben. Der Sponsorenkreis, u.a. bestehend aus e.on Energie und der Klosterkammer Hannover, hatte die Umsetzung des Kreuzes ermöglicht und es den beiden Kirchengemeinden praktisch „geschenkt“.

Expo-Kreuz mit Christuspavillon bei der Expo 2000

Das Expo-Kreuz steht an exponierter Stelle und ist von weithin sichtbar. Es ist kein Glockenturm, kein ins Kirchencentrum integriertes Gebäudeelement, aber ein wichtiger Teil des Gesamtensembles. Es wirkt durch seine eindrucksvolle Form und seinen Standort. Das Kreuz ist in den letzten 20 Jahren zu dem Wahrzeichen auf dem Mühlenberg geworden.

Bedeutung des Expo-Kreuzes

Täglich gehen seit zwei Generationen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer am Expo-Kreuz vorbei. Am Mühlenberger Marktplatz steht es mitten im Geschehen. Die Besucher der Tafel und der Kleiderkammer, die Gottesdienstbesucher – evangelisch wie katholisch – die Ratsuchenden, die Jungen und die Alten, sie alle haben dieses Kreuz als Orientierungszeichen vor Augen. Für sie ist es ein Erkennungszeichen von Kirche, die für die Menschen da ist. Der sachliche Baustil des Kirchencentrums hätte ohne das Kreuz sonst auch kein explizites Erkennungszeichen.

Nur wenige Gebäude aus der Expo-Zeit sind noch in Gebrauch und erfüllen ihren ursprünglichen Zweck. Die Welt zu Gast in Hannover, das hat die Stadt geprägt und ihre Gastfreundschaft sichtbar werden lassen. Diesem guten Geist der Weltoffenheit und Gastfreundschaft der fühlen wir uns als

Kirchengemeinden vor Ort bis heute verpflichtet. Auch die Neugier gegenüber dem Anderen und die Freundlichkeit gegenüber dem Fremden sehen wir mit dem Expo-Kreuz als Teil unseres Auftrags als Kirche vor Ort.

Expo-Kreuz bei Nacht mit Beleuchtung

Konstruktion:

Höhe:
27 Meter

Gründung:
12 Meter tief im Erdreich auf 8 Stahlbeton-Bohrpfählen

Glas:
Stahlträger-Seilkonstruktion für 360 m2 Einscheiben-Sicherheitsglas

Gesamtgewicht:
70 t

Architekten:

Planung:
von Gerkan, Marg und Partner, Braunschweig

Umsetzung:
Wüstefeld, Hannover

Sanierungen am Expo-Kreuz

Nach einem Schaden 2002 / 2003 wurden technische Nachbesserungen vorgenommen, finanziert aus dem Sponsorenkreis von e.on Energie und der Klosterkammer Hannover. Bei dem Schaden sind Scheiben heruntergestürzt, da sie durch Berührung untereinander gesplittert sind. Bei den Nachbesserungen wurden die Scheiben eingekürzt und die fehlenden Scheiben ersetzt.

Im Jahr 2016 gab es Überlegungen, die Beleuchtung von bisher genutzten Halogenstrahlern auf farbige LEDs (RGBs) umzurüsten. Dadurch sollten die Betriebskosten deutlich gesenkt werden. Bei der Begutachtung wurden allerdings mehrere Schäden festgestellt. Zum einen hängen manche Scheiben schief, da einige Halterungen falsch montiert worden sind. Zum anderen sind manche Halterungen defekt, da einige Schrauben abgerissen sind.

Expo-Kreuz von oben

Durch diese neuen Erkenntnisse ist eine komplette Sanierung des Expo-Kreuzes unumgänglich. Leider konnte die Sanierung nicht zeitnah durchgeführt werden, da sich einige Verzögerungen durch die fehlenden finanziellen Mittel und die Corona-Pandemie ergaben.

Zur Unterstützung der Sanierung hat sich der Förderverein Expo-Kreuz Hannover-Mühlenberg e.V. gegründet.

Denn eines ist sicher: Die Erhaltung des Expo-Kreuzes wird nur mit Hilfe von Sponsoren realisierbar sein.